November 2016


 

02.11.2016

Sonnenhungrig :-), Erbse sucht sich gezielt warme, sonnenbeschienene Plätze. Sie ist alt geworden, ihr Sehvermögen ist stark zurückgegangen, im Dunkeln kann sie sich nur schlecht orientieren, sie ist insgesamt ziemlich wackelig, wenn auch draußen bei den Spaziergängen noch munter unterwegs. Aber man merkt eben deutlich die Jahre, sie braucht ewig lange zum Schnüffeln, ist sehr bedächtig, viele Dinge (die sie früher aufgeregt haben oder die sie sehr interessant fand), sind heute zweitrangig, werden gar nicht mehr registriert. Sie zittert oft, auch wenn es eigentlich nicht kalt ist. Sie ist manchmal abwesend, wie "in einem anderen Universum unterwegs", völlig in sich gekehrt, und schrickt zusammen, wenn man sie anspricht. Sie hat an Körpergewicht verloren, obwohl sie eigentlich nicht deutlich weniger frisst als sonst und für Leckerlis immer zu haben ist. Nun wird sie verwöhnt, bekommt außer hochwertigem Futter immer wieder Leckereien wie Frischkäse, Butterkäse, ein Scheibchen Wurst, gekochte Nudeln etc., was früher nur bei ganz besonderen Anlässen herausgerückt wurde. Nun ja, sie hat es sich verdient, die alte Dame. Wer weiß schon, wie lange sie noch bei uns sein wird ... wir dürfen nicht dran denken ...

 


 

04.11.2016

Der Herbst zeigt sich in diesem Jahr von seiner schönsten Seite  wahrlich ein "Goldener Herbst" mit Buchenwäldern in flammenden Farben - einfach herrlich. Und Fotomotive gibt es natürlich ohne Ende ;-)!


 

11.11.2016

Heute haben wir einen Termin beim Tierarzt. Frauchen möchte Erbse mal untersuchen lassen, es kann ja sein, dass sie irgendeinen Mangel hat, den wir nicht erkennen können. Vielleicht kann man ja irgendetwas tun, damit sie wieder ein bisschen mehr auf die Rippchen bekommt.

Aus Solidarität fahre ich mit, toll finde ich die Fahrt und das Ziel allerdings nicht. Wir sind zwar nicht häufig in der Praxis gewesen in den letzten Jahren, aber es riecht hier komisch, wir fühlen uns immer unwohl, sitzen im Wartezimmer etwas verloren herum und wünschen uns von ganzem Herzen, wieder gehen zu können. 

Erbse wird gleich zu Beginn gewogen und hier bestätigt sich, dass Frauchen sich zu Hause nicht verguckt hat: 8,3 kg!!! So wenig, krass. Ich bringe locker vier Kilogramm mehr auf die Waage, na ja!

Die nette Tierärztin untersucht Erbse ganz genau, tastet und hört sie ab, untersucht die Zähne und misst Fieber. Alles in Ordnung, von einem ganz leichten Herzgeräusch abgesehen, das aber für Erbses Alter normal ist und nicht behandelt werden muss. Allerdings ist Erbses Muskulatur ziemlich zurückgegangen, auch am Kopf, was lt. Tierärztin die letzte Fettreserve ist, die der Körper angeht. Fettreserven sind bei Erbse nicht mehr vorhanden, das steht fest, bei ihr spannt sich die Haut über die Knochen. Zum Schluss wird noch Blut abgenommen für ein großes Blutbild. Im Gespräch erklärt die Tierärztin, dass Erbse eigentlich für ihr Alter sehr gut beieinander ist. Man könne ihr mit hochkalorischer "Astronautennahrung" zwar wieder zu etwas mehr Gewicht verhelfen, aber das hält sie selber nicht für sinnvoll. Wir sollen sie lieber mit Leckereien verwöhnen, ihr geben, was sie gerne frisst und haben möchte.

Fazit: "Der Gewichtsverlust wird ein geriatrisches Problem sein!" Man kann also im Prinzip nichts ändern, aufpäppeln und verwöhnen ist nun mal schwierig, wenn ein Hund von Natur aus nicht viel frisst. Wir sind allerdings froh, dass nichts grundlegend Schlimmes gefunden wurde. Das bestätigt die Blutuntersuchung, das Ergebnis kommt nachmittags und könnte nicht besser ausfallen: Alles in Ordnung, alle untersuchten Werte sind im Normbereich, Erbse ist für ihr Alter topfit und gesund. Eigentlich ein tolles Ergebnis, mit dem wir zufrieden sein können. Also machen wir so weiter wie bisher, verwöhnen Erbse und versuchen, sie ein bisschen aufzupäppeln. Hauptsache, sie ist gesund und fit!