Juni 2016


 

01.06.2016

Kathi ist wieder da, HURRA! Wir freuen uns riesig, die lange Zeit von neun Monaten kam uns gar nicht soooo lang vor. Es scheint uns so, als wäre sie nur in "normalem" Urlaub gewesen.

 

Schön, dass sie und ihre Cousine Julia gesund wieder da sind, nun sind wir wieder komplett, wie schön das ist!


 

03.06.2016

Wie herrlich es bei uns ist ... immer wieder neu sind wir dankbar für unser Zuhause, für die tolle Umgebung, für Felder, Wälder, Wiesen! Selbst nach verregneten Nächten scheint die Umgebung am nächsten Morgen wie blank geputzt, die Luft ist frisch und sauber, das Laufen macht nur Freude :-)!


 

05.06.2016

 

In unserem Garten brütet eine Blaumeise ein Gelege aus. Wir können beobachten, dass fleißig hin und her geflogen wird, um die Kleinen zu versorgen, mittlerweile hört man sie auch. Regelmäßig, wenn Mama oder Papa mit leckeren Raupen, Würmern oder anderen Leckerbissen auftauchen, gibt es ordentlich Randale im Vogelhäuschen. Man streitet sich offensichtlich vehement um die besten Bissen. Die Eltern sind rund um die Uhr gefordert, ich kann ihnen den Stress nachfühlen - schließlich habe ich auch am eigenen Leib zu spüren bekommen, was es heißt, immer hungrige Kinder zu haben. 


 

06.06.2016

Das hat Spaß gemacht! Anschließend gab es die übliche Zeckenkontrolle, wir haben aber Glück gehabt. Offensichtlich waren wir zu schnell unterwegs, wir sind den Zecken davongehüpft ;-).


 

08.06.2016

Hannes wird mobil, mit ordentlich Tempo kriecht er auf mich und/oder mein Körbchen zu. Zum Glück machen mir diese Überfälle nichts aus, Frauchen passt auch immer auf, dass der Kleine nicht zu rabiat wird. Er muss es - genauso wie Jonas - lernen, dass er mit mir vernünftig umgeht. Wird schon :-)!


 

09.06.2016

Fensterputzen ... gähn ... soooooo langweilig ... meine Funktion als Aufsicht fordert mich nicht wirklich, mir fallen immer die Augen zu. Aber irgendjemand muss ja acht geben, dass Pollen und Dreck ordnungsgemäß im Waschwasser landen ... chrchhhh....


 

11.06.2016

Der Auszug steht offensichtlich kurz bevor. Die Lautstärke im Vogelhäuschen hat zugenommen, die Kleinen zetern unentwegt und heute war der Ausguck am Einflugloch ständig besetzt. Eins der Kleinen war immer zu sehen, um diesen begehrten Platzt wurde heftig gestritten. Wir werden wahrscheinlich wieder nicht mitbekommen, wenn die Bande auszieht, irgendwie schaffen sie es jedes Jahr, das ganz heimlich zu machen. Schade, aber man kann ja nicht den ganzen Tag Wache schieben, um das mitzubekommen. Wir wünschen der Rasselbande jedenfalls Glück, hoffentlich fallen sie keiner Katze oder den räuberischen Elstern zum Opfer!


 

12.06.2016

DIE Plage des Frühjahrs und Sommers schlechthin: ZECKEN. Leider scheine ich besonders gut zu duften, denn nach jedem Spaziergang tummeln sich wer weiß wie viele dieser Plagegeister auf MIR, während Erbse kaum angegriffen wird. Das wird ähnlich sein wie bei den Zweibeinern, nur dass sich bei uns im dichten Fell die Plagegeister gut verstecken können und oft erst lange nach dem Spaziergang wieder auftauchen. Kathi hat heute unterwegs schon einige Zecken von mir abgesammelt, Frauchen anschließend diese hier ... ekelhaft! Dabei hilft es auch nicht, Wiesen mit hohem Gras zu meiden, die Biester sitzen auch am Wegesrand. 


 

15.06.2016

Auf der Baustelle nebenan geht es in riesigen Schritten voran, in knapp zwei Wochen ziehen Jens + Sara mit Jonas + Hannes wieder zurück nach Achenbach. Jetzt muss viel geputzt werden und ich stehe jederzeit zur Verfügung: als Gesellschafterin, zum Aufpassen, als Testerin für die neue Dusche ... sieht alles sehr gut aus. Ausprobieren? Nein, lieber ohne mich, Duschen ist KEINE meiner Lieblingsbeschäftigungen, das können sie demnächst selbst erledigen ;-).


 

17.06.2016

Es ist trocken, in Großbuchstaben: T R O C K E N! 

Hurra, nix wie raus vor die Tür, man muss jede Sekunde genießen. Und wenn dann dazu noch die Sonne ausnahmsweise mal durch die nassen Blätter scheint, wird der Abendspaziergang zum Erlebnis! Was ist nur mit diesem Frühling los? Es ist nass, feucht, diesig, dampfig, die Sonne scheint kaum einmal, immer ist der Himmel bedeckt, zu Hause wird an manchen Tagen sogar der Ofen angemacht ... Nun ja, wir können es eh nicht ändern, auch wenn es keine Freude macht. Um so kostbarer und schöner sind dann diese wenigen Momente, in denen wir, ohne Dusche von oben, spazieren gehen können! Dann hat man sogar wieder Freude an den allgegenwärtigen Wassertropfen, die in den letzten Strahlen der Abendsonne funkeln.


 

18.06.2016

Nachdem definitiv Stille und himmlische Ruhe rund um das Vogelhäuschen herrscht und Mama + Papa Blaumeise sich von der anstrengenden Aufzucht ihrer Bande erholen, werfen wir einen Blick ins Vogelhäuschen ... erwarten ein leeres Nestchen, viele Federn und Moos .. und machen die traurige Entdeckung, dass eins der Meisenkinder es nicht geschafft hat, aus welchem Grund auch immer. Ganz alleine hockt es kalt und tot auf dem verlassenen Nest, außerdem finden wir noch zwei winzig kleine Eier, die erst gar nicht ausgebrütet wurden. So ist die Natur ... nein, so hat der Schöpfer all dieser Dinge es vorhergesehen: Es gibt Nachwuchs im Überfluss, so dass dieser Verlust verschmerzt werden kann. Die putzmunteren Geschwister der kleinen Blaumeise sind längst ausgeflogen und sorgen dafür, dass die Population erhalten bleibt. Gut, dass die Eltern nicht nur dieses eine Meisenkind großgezogen haben, sonst wäre alle Mühe vergeblich gewesen!


 

19.06.2016

 

Seit langer Zeit gibt es bei uns im Dorf einen Hinweis auf die Geschichte des Bergbaus, die ihr auch auf der Zwinger-HP der Kromis vom Cronewaldstollen finden könnt. Manch einer hat sich sicher über die Schreibweise gewundert ... mit C statt mit K ... hmmm. Na ja, ist halt so, die ehemalige Grube hieß nun mal "Grube Cronewaldstollen", hat nichts mit Krone etc. zu tun. Neben dem Heimathaus in der Dorfmitte hat man einen der typischen Eingänge zu den Stollen nachgebaut und auf einem schicken Schild den Namen der Grube erwähnt. Und in einem der wirklich sehr seltenen Momente der letzten Tage, an denen es trocken war, haben wir uns in Positur gesetzt ... voilá :-)!


 

21.06.2016

Erbse II. verbringt den Nachmittag mit uns. Alles wunderbar, wir gehen miteinander um, als wären wir IMMER im Trio zusammen, einfach schön :-)!

Das dazu passende Wetter - zumindest nachmittags - ist herrlich, wir genießen Sonne und mehr!


 

24.06.2016

Erbse hat Geburtstag, wird heute dreizehn Jahre alt! Wahnsinn, so lange schon bereichert sie das Familienleben, sorgt für Kuschelzeiten, für viel Freude und Spaß, nervt auch hier und da mit überflüssigem Gebell  ;-), ist aber unser aller Schatz und mittlerweile eine liebenswerte ältere Dame. Wie macht sich das Alter bemerkbar? Das ist sicher bei jedem Hund anders, wir können nur erzählen, was wir bei Erbse bemerken:

* Das Augenlicht ist so gut wie nicht mehr vorhanden. Erbse sieht garantiert noch hell und dunkel und erschließt sich vieles über den Geruchssinn, auch über die Orientierung an mir. Das fällt meinen Leuten sehr stark auf. Ist es aber ganz dunkel, wird sie unsicher, stolpert herum, läuft vor die Wände und traut sich kaum, Treppen zu laufen. Man muss sich wundern, wie gut sie trotzdem zurecht kommt. Jemandem, der sie nicht gut kennt, wird kaum auffallen, dass das Sehvermögen so stark nachgelassen hat.

* Die körperliche Fitness ist für einen Hund ihres Alters sensationell gut. Sie läuft problemlos die gewohnten Spaziergänge mit, hat keinerlei Schwierigkeiten, in Gang zu kommen, hopst und springt herum, dreht immer noch ihre Pirouetten auf der Wiese, wir sind dafür von Herzen dankbar - das ist in ihrem Alter nicht selbstverständlich.

* Die Gesundheit an sich - top! Wir wissen gar nicht, wann wir zuletzt einen Tierarzt besuchen mussten. Ihr fehlt einfach nichts! Die Epilepsie ist bei ihr nur sehr schwach ausgeprägt, wir sind dankbar, dass sie derzeit im Schnitt zwei Anfälle im Jahr hat, die auch noch sehr milde verlaufen.

* Ihr Appetit war ja noch nie sehr groß, sie hat ihr ganzes Leben lang relativ mäkelig gefressen. Das hat sich ein bisschen zum Positiven geändert, sie frisst eigentlich immer ihre Portionen auf, aber ihr Körper verwertet nicht mehr vollständig, was sie zu futtern bekommt. Reines Rohfüttern macht bei ihr keinen Sinn mehr, denn sie wird dabei - trotz gutem Appetit - immer dünner. Also füttern wir schon eine Weile ganz gemischt, sie bekommt mehr hochwertiges Trocken- und Nassfutter, das sie auch sehr gerne frisst. Damit hat sie wieder etwas zugenommen, es geht ihr bestens und bekommt ihr gut.

* Der Kopf - tja, da geht es abwärts. Erbse ist zwischenzeitlich immer wieder mal in Phasen der Demenz versunken ... ja, das gibt es auch beim Hund. Dann steht sie z.B. in der Küche, in ihre eigene Welt versunken, starrt ins Leere, der Kopf sinkt zwischen die Schultern - man fragt sich, was gerade in ihrem Hirn abgeht. Spricht man sie an, reagiert sie oft verhalten, weiß offensichtlich erst einmal nicht, wer man ist. Irgendwann klickt es dann scheinbar, es kommt Wiedererkennen auf und sie wedelt und freut sich. Das ist zu Hause kein Problem, leider passiert das immer wieder auch mal unterwegs. Dann fragt sie sich offenbar von einer Minute zur nächsten, wer um alles in der Welt sie Personen sind, mit denen sie da spazieren geht. Kommt das Wiedererkennen nicht, dreht sie um und geht nach Hause. Das ist schon einige Male vorgekommen, zum Glück jeweils in der gewohnten Umgebung, sie findet problemlos heim und sitzt dann vor der Haustür, bis wir atemlos angehetzt kommen. Mal sehen, wie sich das noch weiterentwickelt ... wir müssen jetzt halt ein bisschen mehr auf unsere tüddelige alte Dame aufpassen, als wir es gewohnt sind.

 

Insgesamt sind wir mehr als dankbar für die vergangen Jahre, für viel Freude und ungetrübten Spaß, den wir zusammen hatten. Wir wünschen uns, dass noch eine lange Strecke Weges vor uns liegt, die wir gemeinsam gehen können.