September 2015


 

02.09.2015

Ich wurde gebadet, mal wieder, und dieses Mal unschuldig, das möchte ich betonen. Nur weil wir bald in Urlaub fahren und Frauchen meint, ich würde muffig riechen. Blödsinn! Ich rieche gut, wie ein Hund eben, auf gar keinen Fall muffig. Na ja, meine Meinung zählt mal wieder nicht und so muss ich dadurch. Erbse auch, ha, alles andere wäre höchst unfair gewesen. Bald geht es los, wir freuen uns schon sehr auf vierzehn Tage mit reichlich Bewegung. Wir wollen wandern, wie toll. Der letzte Wanderurlaub vor zwei Jahren ist uns noch in bester Erinnerung, und wir sind sehr gespannt, was uns in Zell am See in Österreich erwartet.

 


 

03.09.2015

Der Garten steht in voller Blüte, gerade jetzt im Hochsommer Richtung Herbst kann man sich kaum sattsehen an den vielen Farben und Formen ... wunderschön! Allerdings bringt mich die ewige Knipserei nur zum Gähnen, ich freue mich einfach am Garten, ohne Kamera vor der Nase ;-).


 

04.09.2015

Nun ist sie weg - Kathi ist heute Abend nach Malawi geflogen. Zum Glück konnten Erbse und ich zu Hause bleiben und mussten nicht am hektischen und lauten Flughafen Abschied nehmen - das haben wir zu Haue erledigt ... wir werden Kathi vermissen, ihre Fröhlichkeit, ihre Streicheleinheiten, ihre Spaziergänge mit uns, die Fotosessions unterwegs ;-).

Mach's ganz gut, liebe Kathi, hab eine tolle Zeit und komm gesund und munter zu uns zurück. Bis nächstes Jahr!!!!

 


 

05. - 19.09.2015

Urlaub in Österreich in Fusch, einem kleinen Ort direkt in der Nähe von Zell am See am Zeller See ;-). Wir hatten Erholung nötig, durch die Vorbereitung von Kathis Afrika-Aufenthalt und all dem, was sonst auch so anfällt im Tagesablauf, waren wir ziemlich müde und k.o.!

Zusammen mit guten Freunden von Chef und Frauchen haben wir zwei Wochen lang die Gegend erkundet, sind viele Kilometer gewandert, haben unglaublich schöne Ausblicke genossen und jede Menge erlebt. Es war traumhaft schön, Erbse und ich haben uns vorbildlich benommen und sind, wie in jeden Urlaub, sehr oft angesprochen worden: "Mei, wie liab und herzig die sind! Und sooooooo brav! Sind des Geschwister????" 

Es war rundum toll und wir haben uns bestens erholt, sind jetzt bereit für alle Anforderungen des Alltags! Okay, unsere Tage sind deutlich geruhsamer als die von Chef und Frauchen, trotzdem tat uns die gemeinsame Zeit sehr gut. Erbse ist mit ihren 12 Jahren und zwei Monaten gelaufen wie geölt, ich sowieso, es war rundum toll!

Leider hat unsere gute Kamera nach ein paar Tagen den Geist aufgegeben, irgendetwas ist defekt, alle Bilder sind überbelichtet. Also müssen wir uns für den Rest des Urlaubs auf Handybilder beschränken und auf die Bilder unserer Freunde - geht aber auch, die Bilder sind gut genug für unser Urlaubsalbum!

 

Für die einzelnen Tage gibt es eine kleine Zusammenfassung unserer Unternehmungen:

 

06.09.2015 - 12,8 Kilometer

Der Tag fängt trübe und bedeckt an, aber es ist trocken und warm. Wir erkunden die nähere Umgebung unseres Wohnortes und beschließen, bis zum kleinen Ort Fusch zu wandern, mal eben ein Stück die Straße lang. Haha, mal eben! Die Strecke zieht sich, wir laufen an dem kleinen Fluss Ache entlang, über einen wunderschönen Wanderweg bis nach Fusch. Auf dem Rückweg machen wir Rast an der Angerer-Alm, die am Hang über dem Ort liegt. Dort serviert uns die nette Familie, die die Alm betreibt, superleckeren Kaiserschmarrn, bevor wir uns auf den Rückweg machen. 


 

07.09.2015 - 9,8 Kilometer

Es ist ziemlich kalt und windig, aber trocken, und die Sonne blinzelt im Laufe des Nachmittags durch die Wolken, perfektes Wanderwetter. Wir fahren mit dem Auto nach Zell am See und parken im Schmittental unterhalb der Schmittenhöhebahn (937 m). Wir peilen den Rundweg um Zell herum an mit 250 Höhenmetern Unterschied, das scheint uns für den ersten Tag am Berg optimal ;-). Leider biegen wir irgendwann falsch ab und müssen einen dachsteilen Anstieg auf unbefestigten und rutschigen Waldwegen bis knapp unter die Bergstation der Sonnenalmbahn (1350 m) bewältigen. Puh, uns wird ordentlich warm bei dieser Klettertour. Anschließend steigen wir gemütlich ab zur Jaga-Alm, machen dort Rast und genießen Käsnocken, Tiroler Gröstl und Kaspressknödelsuppe, bevor wir zum Parkplatz zurückwandern. 


 

08.09.2015 - 10,96 Kilometer

Der Tag ist superschön mit Sonne und ein paar einzelnen Wolken, bestes Wanderwetter. Wir fahren nach Thumersbach westlich vom Zeller See. An der Jausenstation Schönblick parken wir und steigen über den Erlberg zur Erlhofplatte auf 1368 m auf. Nach kurzer Pause geht es weiter über den Ronachkogel hinunter  zur Enzianhütte (1300 m). Dort machen wir ausgiebig Rast, genießen hausgemachten Mohnstrudel mit Marillen und Buttermilch mit Preiselbeeren (seeeeehr gut), bevor es zurückgeht zur Jausenstation Schönblick. 


 

09.09.2015 - 7,82 Kilometer

Heute ist es bewölkt und recht kalt. Wir fahren nach Kaprun zum Alpenhaus Kesselfall (1034 m). Ein skurriles Schild an den Toiletten erklärt sich später im Gespräch mit unserer Vermieterin, die von sehr vielen arabischen Gästen in Zell und Umgebung erzählt, die naturgemäß ihre eigenen Vorstellungen von den Verrichtungen des täglichen Lebens haben ;-).

Von hier aus wandern wir bis zum Schrägaufzug (1209 m), der uns bequem zum Stausee Wasserfallboden bringt. Mit dem Bus fahren wir weiter bis zum Stausee Mooserboden (2040 m) und besichtigen dort die gewaltigen Staumauern. Wir machen Bekanntschaft mit den beiden arabischen Jungs Kalid und Vaseem, die ganz fasziniert von uns beiden sind und es nach etlichen Versuchen dann doch gewagt haben, uns zu streicheln ;-). Es ist ordentlich kalt und windig, wir wollen uns wenigstens ein bisschen bewegen und wandern den Kräuterlehrpfad nach unten zur Fürthermoaralm (1805 m). Unterwegs beginnt es ordentlich zu regnen und zu hageln, wir werden klatschnass, haben aber auf dem Wanderweg mehrere Murmeltiere gehört und auch aus nächster Nähe gesehen ;-), spitze! Der Bus sammelt uns an der Alm auf und bringt uns zurück zum Parkplatz, trotz der vielen Fahrerei sind wir rechtschaffen müde von all den Eindrücken des Tages.



10.09.2015 - 11,84 Kilometer

Ein herrlicher Tag mit Sonnenschein liegt vor uns. Wir fahren nach Thumersbach und parken am Wanderparkplatz Mitterberghof (1189 m). Von hier aus steigen wir über den wunderschönen Almweg zum Westgipfel der Schwalbenwand (1895 m) auf und tragen uns am Gipfelkreuz ins Bergbuch ein. Wir steigen über die Bergflanke ab durch gigantisch große Felder von Preiselbeeren und Heidelbeeren. Wir sammeln etliche Tütchen voller Beeren, um davon zu Hause Kompott zu kochen. So viele Beeren haben wir und unsere Leute im ganzen Leben noch nicht gesehen, die Berghänge sind übersät mit Sträuchern, die Früchte tragen, einfach genial. Der Rückweg führt über die Schützingalm (1655 m), die sehr liebevoll und gemütlich eingerichtet ist. Hier essen wir leckere Stanizel (der österreichische Name für die deutschen Hippen) mit Sahne und Preiselbeeren, bevor wir zum Mitterberghof zurücklaufen. 


 

11.09.2015

Heute ist ein herrlicher, sonniger Tag, wir fahren über die Großglocknerstraße mit Abstecher zum Gletscher Pasterze bis nach Heiligenblut im Nachbartal. Wir genießen eine traumhafte Alpenstraße mit unendlich vielen Kehren und Kurven, außerdem eine Ehrfurcht gebietende Aussicht auf über dreißig Dreitausender. Wir fahren knapp 100 Kilometer, die Beine haben heute Pausentag ;-).

 



12.09.2015 - 7,93 Kilometer

Herrliches Sonnenwetter, der Berg ruft ;-). Wir fahren nach Zell ins Schmittental, die Sonnenalmbahn bringt uns auf 1380 m Höhe. Von hier aus wandern und kraxeln wir zum Sonnkogel (1856 m), machen ausgiebig Rast in der Sonne auf der Sonnkogelalm mit Knödelsuppentopf , Speckbrot und Apfelstrudel. Anschließend wandern wir über den Panoramaweg, der bei jeder Wegbiegung wieder neue und unglaublich schöne Ausblicke schenkt, zur Bergstation der Schmittenhöhebahn (1965 m), die uns mit der Gondel dann wieder ins Tal zurückbringt.


 

13.09.2015 - 9,82 Kilometer

Der Tag ist bewölkt, die Sonne zeigt sich nur sparsam. Im Laufe des Tages soll es regnen, also fahren  wir nach Zell am See und wandern nach Norden um den Zeller See herum bis nach Thumersbach. Dort genießen wir in einem Café direkt am See leckeren Apfelstrudel, bevor wir uns auf den Rückweg machen. Obwohl wir mehr Strecke laufen als gestern, kommt uns das nicht so vor. Der Rundweg um den See herum ist sehr gemütlich, die Anlagen am Seeufer sehr gepflegt, überall stehen Bänke und Tische zum Ausruhen und Genießen, es ist herrlich hier ... und Regen gab's auch keinen!



14.09.2015

Regentag - Gammeltag! Wir alle genießen den Tag zu Hause, ruhen uns aus, lesen, schlafen, kochen etwas leckeres und ... haben Urlaub ;-)!



15.09.2015 - 13,38 Kilometer

Wir fahren nach Kaprun zur Sigmund-Thun-Klamm und laufen aufwärts über nasse Holzsteige durch dieses Naturphänomen, das unsere Leute begeistert. Erbse und ich finden die enge Klamm mit den rauschenden und tosenden Wassermassen nicht ganz so spannend und sind froh, als wir wieder draußen sind. Anschließend wandern wir ein kurzes Stück aufwärts zur Schneckenreith-Alm hinauf, wieder runter und um den Klammsee herum. Wir wollen mit der Maiskogel-Bahn hochfahren, aber die Bahn ist außer Betrieb. Also nutzen wir ein Zubringer-Taxi, das uns zur Maiskogelalm bringt. Von dort aus wandern wir zur Almhütte Glocknerblick und haben Glück, der Großglockner zeigt sich wahrhaftig wolkenlos und wir genießen das tolle Wetter und die Pause in der Sonne. Anschließend wandern wir über mehr als zwei Stunden bergab ins Tal nach Kaprun.



16.09.2015 - 11,39 Kilometer

Wir fahren über Unter- und Oberreit zum Bauernhof Kösslriß (1019 m) und wandern über den Güterweg zur Erlhofalm  (1653 m). Bei einer ausgiebigen Pause mit leckerem Holundersaft und Radler kommen wir mit dem Wirtsehepaar Liesel und Schorsch ins Gespräch und stellen erstaunt fest, dass ein Arbeitskollege des Chefs schon oft zu Besuch bei den beiden war und Liesel sogar schon zu einer Geburtstagsfeier in Siegen und Wilnsdorf war. Die Welt ist wirklich klein! Mit den allerherzlichsten Grüßen an die Bekannten zu Hause im Siegerland im Gepäck wandern wir wieder ins Tal zurück.



17.09.2015 - 8,1 Kilometer

Wir fahren auf Empfehlung von Liesel und Schorsch zur gegenüberliegenden Bergflanke und steigen bei wunderbarem Sonnenwetter und unfassbaren 28 Grad zur Mooseralm hinauf. Auf der Adamhütte machen wir gemütlich Rast, genießen einen gigantischen Ausblick über die Berge und beobachten den Fönsturm, der langsam, aber sicher, heranzieht und gewaltige Wolkengebilde fabriziert. Wir haben aber Glück und wandern trocken ins Tal hinab.


 

18.09.2015

Heute findet in Fusch die Oldtimer-Traktoren-WM statt, wir beobachten über 200 zum Teil knapp 100 Jahre alte Traktoren, die festlich geschmückt und liebevoll restauriert, poliert und gepflegt die Glocknerstraße entlangfahren. Aus unserer Heimat Siegen sind wahrhaftig auch fünf Traktoren dabei ;-), außerdem Teilnehmer aus insgesamt elf Nationen, die sichtlich Spaß an der Veranstaltung haben, ihre Traktoren herausgeputzt und geschmückt haben. In Fusch findet ein Fest zu Ehren der Traktoren statt, man kann die alten Schätzchen besichtigen und leckere einheimische Spezialitäten genießen. Wir genießen den Tag auch, machen es uns gemütlich und ruhen uns aus von den anstrengenden Touren der letzten Tage.


 

19.09.2015 - 5,29 Kilometer

Unser letzter Urlaubstag - schade!!!

Wir räumen auf, packen schon das meiste unserer Sachen ein und verstauen einiges im Auto. Mittags sind wir soweit fertig und beschließen, eine letzte Wanderung zu unternehmen. Der Tag ist warm und trocken - zu schade, um nur im Haus zu sitzen. Also machen wir uns ein letztes Mal auf nach Zell am See, parken an der Ebenberg-Seilbahn und wandern ein kurzes Stück hoch bis zur Ebenberg-Alm (954 m), deren Wirt eine besondere Art des Humors hat ;-). Der Rückweg führt uns am Hang entlang zurück zum Parkplatz, es war kurz, aber schön. Besser, als den restlichen Nachmittag im Haus zu sitzen. Wir besuchen ein letztes Mal den Gasthof Zacherlbräu in Bruck, den wir allen Urlaubern der Umgebung wärmstens empfehlen können. Wir haben lange nicht mehr so superlecker und dabei günstig gegessen. Wer weiß, vielleicht (hoffentlich) kommen wir einmal wieder - Wanderwege gibt es jedenfalls noch genug, die wir in den vergangenen zwei Wochen nicht gelaufen sind!


 

 

22.09.2015

Man glaubt es kaum, aber die Welt ist klein, sehr klein, und so stellen wir heute beim Blick in die örtliche Zeitung fest, dass die Traktor-WM aus Fusch sogar hier zu Hause des Erwähnens wert ist. Und zwar - hört, hört - weil ein Mitstreiter aus Siegen wahrhaftig Weltmeister geworden ist:-), klasse!