Juli 2015



03.07.2015

Wow, ist das heiß in Deutschland! Die Hitzewelle mit glutheißer Luft aus der Sahara heizt die Luft auf und demnach auch alle Gebäude, sodass man ab Mittag kaum weiß, wo man sich aufhalten soll. Wir Hunde haben ja noch unser Fell, das wir nicht eben mal abwerfen können, dementsprechend wenig bewegen wir uns. Unsere Spaziergänge finden morgens ganz früh oder abends recht spät statt, völlig entgegen unserer sonstigen Routine - geht aber nicht anders. Mittags bekäme man Herzklabaster, wenn man da noch Gassi gehen würde!

Die kühlen Fliesen im Esszimmer sind begehrt als Liegeplatz, aber - kaum zu glauben - immer wieder einmal heizen wir uns draußen so richtig auf, brutzeln in der Sonne für ein paar Minuten, bevor wir wieder den Liegeplatz ins Haus verlegen. Die nachbarlichen Ridgebacks laufen mit feuchten Geschirrtüchern über dem Rücken herum, deren Terrasse liegt aber auch in der prallen Sonne und den beiden würde sonst Überhitzung drohen. 

ABER: Wir wollen nicht meckern, sehnen wir uns doch sonst nach sommerlichen Temperaturen und Sonne und Hitze. Jetzt ist alles da und es ist einfach nur schön, das geniale Wetter genießen zu können, zu grillen, zu planschen, unter der Gartendusche abzukühlen, bis wer weiß wann abends draußen zu sitzen, ab und zu ein Schlückchen Wasser aus dem Gartenbrunnen zu trinken - herrlich! Die Holunderblüten und das wilde Geißblatt duften in der prallen Sonne, die Luft riecht intensiv nach dem "Parfüm des Waldes" - wunderbar! Unseretwegen kann es noch ein Weilchen so weitergehen :-)!


 

07.07.2015

Umweltverschmutzung - ein großes Thema... weltweit, deutschlandweit, aber auch in kleinem Rahmen, wie wir immer wieder erleben. Ich habe ja schon nach Ostern erzählt, dass wir bei unseren Spaziergängen immer wieder Müll finden, den achtlose Menschen einfach herumliegen lassen oder ganz bewusst in den Wald werfen. Heute finden wir an dem schönen Aussichtspunkt über unser Tal reichlich Müll, Rest eines Picknicks oder einer privaten Feier: Plastikgabeln, Alu-Folie, zusammengeknülltes Papier ... und offensichtlich hat irgendjemand ein kleines Freudenfeuer veranstaltet. Ein Häufchen Asche spricht Bände, Reste eines College-Blocks liegen herum, die Metallspirale ist übrig geblieben und wartet nur darauf, dass irgendein armes Tier hineintritt und das Ding nicht mehr los wird. Wie kann man nur???!!! Erstens ist es rappeltrocken und selbst in unserem eher feuchten Klima kann nach den ganzen heißen Wochen ruck zuck ein Waldbrand entstehen. Zweitens kann man seinen Müll auch wieder mit nach Hause nehmen und muss ihn nicht an Ort und Stelle abfackeln und die Reste in den Wald werfen. Drittens braucht man sich die Zeit dort auch nicht damit zu vertreiben, dass man rund um Tisch und Bank große Löcher in den Boden gräbt. Man steht fassungslos vor so viel Ignoranz und fragt sich allen Ernstes, was in den Köpfen solcher Menschen los ist ... die Bitte der engagierten Mitarbeiter des örtlichen Heimatvereins, seinen Dreck wieder mitzunehmen, wird wahrscheinlich noch nicht einmal gelesen, höchstens belächelt, dann ignoriert und "man" macht einfach, was man will. 



12.07.2015

Die Temperaturen erreichen neue Rekordhöhen - so heiß war es lange nicht im Siegerland. Das hindert uns nicht, uns trotzdem wohlig aufs Pflaster vor dem Haus zu legen und so richtig durch und durch warm zu werden. Herrlich!



13.07.2015

Die momentane Hitzewelle macht einen ausgiebigen Spaziergang um die Mittagszeit unmöglich. Also gehen wir morgens schon früh los, dann ist es im Wald noch angenehm kühl und die Sonne brennt noch nicht so stark. Wir können das tolle Wetter genießen und auftanken, schöner kann ein Tag wahrhaftig nicht beginnen :-).



19.07.2015

Der vierteljährliche Kromi-Spaziergang steht an und wir gehen im wahrsten Sinne des Wortes neue Wege. Wir wandern zum ersten Mal seit Bestehen des Siegener Kromi-Spaziergangs nicht in Siegen, sondern treffen uns im Nachbarort Wilnsdorf, der Heimat von Aron. Seine Leute haben eine tolle Wanderstrecke ausgesucht, am Parkplatz gibt es eine Picknick-Möglichkeit - ideal für unser Kuchenbüffet im Anschluss an die Wanderung. Einfach toll ... wenn, ja wenn uns das Wetter die ganze Sache nicht vermasseln würde.

Die Vorhersagen waren schon recht düster und gegen Mittag bewahrheiten sich alle Prognosen, der Himmel öffnet seine Schleusen und schließt sie nicht wieder. Etliche Kromis sind gekommen, wir stehen alle ziemlich belämmert im strömenden Regen und fragen uns: WAS NUN? Wieder heimfahren? Nein, manch einer kommt von weit her extra für dieses Treffen, das geht nicht. Also flitzen alle wieder in ihre Autos und hoffen auf ein Ende des Wolkenbruchs. Was passiert? NICHTS, es schüttet und schüttet. Da wir alle nun sowieso schon ziemlich feucht sind, beschließen wir, den Regen zu ignorieren und trotzdem eine Runde zu gehen. Der guten Laune tut das keinen Abbruch, wir Kromis toben herum und unsere Leute unterhalten sich mit nassen Klamotten so gut wie sonst mit trockenen Kleidern bei Sonnenschein ;-). 

Alleine die Frage nach dem besten Platz für unser Kuchenbüffet macht uns Kopfzerbrechen. Aber nicht lange, denn Arons Leute laden die ganze Bande zu sich nach Hause ein. Wir fahren also Kolonne, nicht sehr weit, und stürmen in Battaillonsstärke mit Kuchenplatten, Kaffeekannen, Bechern, Milch, Sprudel etc. den Keller. Aron nimmt die Invasion gelassen hin, so viele fremde Hunde auf seinem Grund und Boden jucken ihn überhaupt nicht. Und wie es fast schon zu erwarten war, hört der Regen auf, kaum dass wir alles ausgepackt haben. Wir können also trotzdem noch rausgehen, Arons Zuhause und seine neue Gartenhütte bewundern, herumtoben, uns bestens unterhalten. 


Vielen vielen Dank an Wolfgang, Christa und Aron, ihr habt den Nachmittag gerettet :-)! Es war sehr schön bei euch!