Dezember 2014


 

01.12.2014

Hier im Ort stellt die Satdtverwaltung jedes Jahr einen schönen Weihnachtsbaum auf - gestiftet von irgendeinem Siegener Bürger, der seine etwas zu mächtig gewordene Tanne gerne los werden möchte. Die Mitarbeiter des Grünflächenamtes rücken also mit Kranwagen und langen Leitern an, um den Baum korrekt zu platzieren und anschließend mit Lichterketten zu schmücken. Wir sind gerade mit Jonas unterwegs und sehen den Arbeitern eine Weile zu. Jonas findet das total spannend, uns Hunden ist eher langweilig, müssen wir gestehen :-). Aber wenn's dem Kleinen Spaß macht, okay, dann warten wir ganz brav!


 

03.12.2014

Das jährliche Hunde-Weihnachtswichteln steht an - wir bekommen per Los einen Wichtelpartner zugeteilt und packen für ihn und seinen Besitzer ein nettes Päckchen mit manchen Sachen, die hoffentlich Freude bereiten werden. Im Gegenzug bekommen wir ein Päckchen zurück - und wissen bis kurz vor Weihnachten nicht, von wem. Immer wieder spannend und auch schön, sich zu überlegen, was dem bzw. den anderen Freude machen könnte :-)!

 


 

04.12.2014

Oh je, Erbse hat Pech gehabt! Bei einem Spaziergang mit Simon ist sie zum Schnüffeln ins Gebüsch gehuscht und kam so zurück ... Menno, das ganze Bein voller Blut ... und Frauchen nicht zu Hause!!!!!


Aber Simon weiß sich zu helfen und verbindet zumindest übergangsweise die Verletzung perfekt :-). Als Frauchen den Verband abwickelt, entdeckt sie einen 3 cm langen Schnitt quer über das Bein, der immer noch ordentlich blutet. Mit einem Druckverband bekommen wir die Sache aber in den Griff. Erbse scheint auch nicht beeinträchtigt, sie bewegt sich unbefangen - das ist noch mal gut gegangen.


 

06.12.2014

Arme Erbse, schon wieder ein Debakel!!!

Herrchen geht abends im Dunklen noch eine letzte Runde mit uns spazieren. In einer Nebenstraße stürmen unverhofft zwei Hunde aus einer Grundstückseinfahrt, stürzen sich ohne Anlass und ungebremst auf Erbse und mich. Zum Glück sind wir nicht angeleint und können fliehen. Ich habe Glück, mich erwischt keiner der beiden. Erbse ist nicht schnell genug, sie schreit voller Panik, als einer der Bösewichte seine Zähne in ihr Hinterbein gräbt. Zum Glück schafft es das fassungslose Frauchen der beiden, sie zurückzurufen und hinter das Gartentor zu bugsieren. Sie entschuldigt sich tausend Mal bei Herrchen und bietet an, eventuelle Tierarztkosten zu übernehmen. Als Herrchen nach Hause kommt und unsere Leute sich Erbses Bein ansehen, finden sie tatsächlich ein rundes Loch von einem der Fangzähne - wie getackert :-( . Weiter ist glücklicherweise nichts passiert, Erbse muss auch nicht zum Tierarzt. Wir werden die Bisswunde beobachten, um rechtzeitig den Tierarzt aufsuchen zu können, falls sich das Ganze entzünden sollte.

Am nächsten Morgen geht Frauchen mit uns genau die gleiche Runde, um zu sehen, ob wir beide am "Tatort" irgendwie komisch reagieren - Fehlanzeige. Wir laufen unbefangen am Grundstück der beiden Übeltäter vorbei und sehen bei der Gelegenheit das große Schild, das am Gartentor hängt: "Bass uff! Moi Hundle beiße wie d'Sau!" Frauchen ist einigermaßen fassungslos - das Schild passt ja zum Vorfall von gestern wie die Faust aufs Auge. Wenn man allerdings schon weiß, dass die eigenen Hunde so drauf sind, sollte man vielleicht besser darauf aufpassen, dass die Drohung, die das Schild ja deutlich ausdrückt, nicht auch wahr gemacht wird. Unfassbar, was es alles gibt!! Wir können nur kopfschüttelnd weitergehen und nehmen uns vor, diese Straße bei unseren Spaziergängen in Zukunft möglich zu meiden. Wie gesagt: BASS UFF ....



 

07.12.2014

Wir sind Zauberhunde ;-))), sagt Frauchen. Wir waren nämlich seit langer Zeit noch einmal gemeinsam in der Stadt unterwegs, ein bisschen Stadtluft schnuppern muss laut Frauchen immer wieder mal sein. Erbse und ich kennen ansonsten fast ausschließlich Felder und Wälder, wir sollen nicht verlernen, uns auch im Getümmel der Stadt mit vielen Menschen und ordentlich Verkehr unbefangen zu bewegen. Na ja, was wir da üben sollen, wissen wir nicht, sind wir doch vollkommen entspannt und nehmen alles gelassen hin. Wir erledigen zu dritt allerlei, machen manch eine Besorgung und beim Gang durch die Straßen fällt uns auf, das mindestens jeder zweite Fußgänger, der uns entgegenkommt, erst zu uns nach unten schaut, dann von Erbse zu mir oder umgekehrt, dann geht ein Lächeln über die Gesichter und es folgt manch ein Kommentar wie: "Ach wie süß!" oder "Guck mal, Zwillinge!" oder "Sieh mal, wie brav die sind!" oder "Sind die nicht einfach nett, die beiden?!" usw. usw. Die abgekämpfte Mitarbeiterin in einer Apotheke sah uns brav vor der Türe sitzen und lächelte in sich hinein, für ein paar Sekunden abgelenkt und herausgenommen aus dem hektischen Alltagsgeschäft :-). Wie schön, dass wir durch unser Äußeres oder auch durch unser nettes und vorbildliches Benehmen den Menschen ein Lächeln entlocken, das im Trubel der hektischen Vorweihnachtszeit scheinbar manch einem gehetzten Stadtbesucher abhanden gekommen ist. Wie gesagt: Wir können zaubern - und das geht ganz einfach ;-)!




10.12.2014

Heute haben wir im Wald eine Maschine gesehen, die Bäume frisst und zum Teil wieder ausspuckt!! Ehrlich!!

Schon von weitem hören wir im sonst so friedlichen und stillen Wald großen Lärm, Geratter und Geklapper, das wir uns erst nicht erklären können. Als wir näher herankommen, sehen wir die üblichen Aufsteller mit dem Hinweis: Waldarbeiten - Durchgang verboten - Lebensgefahr! Direkt daneben frisst sich die besagte Maschine durch den Tannenwald, schlägt breite Schneisen, durch die man mit dem Auto fahren könnte, verschlingt mit großem Getöse einen jungen Baum nach dem anderen, schält ihn, kappt seine Spitze und spuckt an einem Ende gleichmäßig lange Stücke Holz aus, am anderen Ende einen riesigen Haufen Äste. Wo noch im Herbst unser beliebtester Fundort für Steinpilze war, liegt nun alles drunter und drüber - halt, nicht ganz, denn die Stämme liegen in Reih und Glied inmitten der übrig gebliebenen Baumreihen, wie aufgebahrt. Irgendwie traurig, auch wenn das der Lauf der Dinge ist. Holz ist nun mal ein Rohstoff, mit dem gewirtschaftet wird.... Fakt ist, dass nicht nur der Wald drunter und drüber gekehrt wird, leider fallen auch unsere schönen Waldwege dem Holzschlagwahnsinn zum Opfer. Die schweren Maschinen wühlen den weichen Boden auf und hinterlassen Schlammwüsten. Die werden uns noch bis ins nächste Frühjahr erhalten bleiben, denn mittlerweile hat sich das Schönwetter dem Schlechtwetter geschlagen geben müssen und der typische Nieselregen, gepaart mit herbstlichen Stürmen, hat im Siegerland Einzug gehalten. Puh, aber wir wollen uns nicht beschweren, das traumhafte Wetter der letzten Wochen war mehr als Grund genug zur Dankbarkeit. 


 

15.12.2014

Nun ja, wir erleben momentan den absoluten Wetterkontrast zum "sommerlichen" Herbst: Es regnet ... und regnet ... und stürmt ... dann regnet es wieder. Hatten wir uns vor fünf Tagen schon über die sumpfigen Waldwege ausgelassen, erleben wir jetzt, dass "schlimmer IMMER geht". Wir waten knöcheltief im Matsch, Frauchen schlittert teilweise über die Wege, als liefe sie über Glatteis, wir sind "untenrum" nur noch schwarz und verschlammt und müssen nach jedem Spaziergang eine Unterbodenwäsche ertragen. Was für ein Elend - und kein Ende in Sicht, wenn man der Wettervorhersage glauben darf. So langsam verblassen beim Trübsalswetter auch die schönen Erinnerungen an Sonne, blauen Himmel und ein bisschen angenehme Wärme :-( . Nur gut, dass zu Hause nach jedem Spaziergang der warme Ofen wartet, an dem wir uns trockenen und aufwärmen können!



19.12.2014

Kurz vor dem Fest liegt heute ein Brief der örtlichen Kreisverwaltung mit dem verheißungsvollen Stempelaufdruck im Briefkasten: Kreis Siegen-Wittgenstein wünscht Frohe Festtage!

Wir sind gespannt auf den Inhalt, kommt doch bei solcherart offiziellen Schreiben selten etwas wirklich Erfreuliches heraus. Und wahrhaftig: Der Brief enthält keinen netten Weihnachtsgruß oder dergleichen, sondern ein unbeliebtes "Knöllchen", das allerdings, das müssen wir gestehen, zu Recht ins Haus flattert. War doch der Chef - ins Gespräch vertieft - einem sogenannten Starenkasten mit ein bisschen zu hohem Tempo vor die Linse gefahren und man hat prompt ein nettes Bild von ihm gemacht. Für die verlangte Gebühr war allerdings die Bildqualität grottenschlecht ... Man hätte aber für solche Post doch einen etwas neutraleren und weniger fröhlich-munteren Aufdruck wählen können - ist schon ein bisschen gemein, finden Erbse und ich. Der Chef nimmt's gelassen und meint: Selbst schuld ;-)!



 

24.12.2014

WEIHNACHTEN - das Fest, das im Jahreslauf wohl am meisten herbeigesehnt, beworben, begangen wird. Teilweise fragt man sich allerdings beim vorweihnachtlichen Geschenke-Kauf-Wahn, der in den Geschäften und per Internet abgeht, ob überhaupt jemand noch weiß, welchen Ursprung dieses Fest hat, dass "eigentlich" Jesu' Geburt gefeiert wird. Schade, dass die Bedeutung dieser Feiertage durch all den Trubel und Stress und auch durch Desinteresse verloren geht und der Fokus auf dem Austausch von Geschenken liegt. Das ist ja grundsätzlich nichts Schlechtes, wir genießen das gegenseitige Beschenken ja auch - aber wenn das so gut wie alles ist, durch das Weihnachten definiert wird, dann fehlt wohl das eigentlich Entscheidende, das dieses Fest ausmacht.

Unsere Leute verbringen den Nachmittag bei einer tollen Stunde in der Gemeinde, in der die Jugendlichen die frohe Botschaft von Weihnachten ganz von Anfang an erzählen und tolle Lieder singen - es war wohl rundum schön. Leider dürfen wir bei diesen Anlässen nicht mit und verbringen den Nachmittag im wohlig warmen Körbchen - auch nicht schlecht ;-).

Anschließend an das weihnachtliche Festessen im Kreis der Familie gibt es auch für uns Hunde diverse Päckchen, die wir auspacken können, hier z.B. auch das angekündigte Wichtelpäckchen (alles Weitere zeigen wir euch später ;-) ). Vielen Dank an all diejenigen, die so nett und liebevoll an uns gedacht haben - ihr seid klasse ... und wir freuen uns, so gute Freunde zu haben!


 

27.12.2014

Es hat geschneit... knapp NACH den Feiertagen, aber immerhin, wir wollen nicht meckern ;-). Heute Nacht war es außerdem so knackig kalt, dass alles beinhart gefroren ist. Der Himmel strahlt blitzeblau und wir verabreden uns mit etlichen Freunden zu einem nachmittäglichen Spaziergang. Zwei Stunden stapfen wir durch Schnee, rutschen über vereiste Wege und genießen die kalte, frische Luft. Bei einer Pause gibt es sogar Waffeln mit Kirschmarmelade und Schokosahne, dazu Tee und Kaffee - nicht für uns, wir müssen zugucken, das süße Zuckerzeug ist nix für uns. Aber das macht nichts, zu Hause warten Wärme, frisches Wasser und leckeres Futter auf uns. Wir strecken die müden Beine und sind froh, dass wir das herrliche Wetter so gut genutzt haben. Hoffentlich bleibt der Schnee noch ein Weilchen liegen!


 

28.12.2015

Das Jahr 2014 ist fast vorbei, ein neues Jahr mit 365 spannenden Tagen liegt vor uns. Was mag es für uns bereithalten? Ganz sicher viele schöne Momente, vielleicht auch sorgenvolle Zeiten, wer kann das schon sagen - gut, dass man nicht alles vorher weiß und sich einfach nur auf die Zukunft freuen kann. Wir wünschen allen treuen Besuchern des Tagebuchs ein 

wunderschönes,

spannendes,

schönes und

erfolgreiches

neues Jahr

 

2015 

                       Rückblick auf 2014 ...                                                 ... Ausblick auf 2015!



29.12.2014

Wir müssen - wie angekündigt - einen Nachtrag zum Weihnachtsfest bringen. Wir hatten gar nicht alle Präsente fotografiert, im Trubel der Feiertage blieb dafür keine Zeit. Dabei konnten wir so schöne Dinge auspacken, für uns und auch für unser Frauchen: sehr schöne abwaschbare Beutelchen für die superleckeren Leckerlis, ein Beutel sogar mit unseren Namen bestickt (Maritje von mymary.de hat ihn gemacht), tolle Bücher, ein schöner Kalender, leckere Marmelade, eine Tasse für Pausenzeiten, tolles Duschgel, Dekoartikel, eine wunderschönes Windlicht etc. etc. Wir sind überwältigt ... wunderbar, dass es so nette Menschen gibt, die Freude daran haben, uns eine Freude zu machen. Habt herzlichen Dank, wie schön, dass es euch gibt!