Oktober 2013


 

11.10.2013

Tja, so schnell gehen zweieinhalb Monate ins Land - wir alle waren durch die Babys mehr als beansprucht und wie vorhergesagt gab es also keine Einträge im Tagebuch. Direkt anschließend an den Auszug meines letzten Kindes Edison sind Erbse und ich mit Frauchen  und Herrchen in den wohverdienten Urlaub gefahren. Wir waren mehr als urlaubsreif - Frauchen hatte in den letzten neun Wochen gerade mal drei Nächte im eigenen Bett geschlafen, ansonsten immer nur auf Matratzen, Gartenliegen etc. Außerdem war der Schlaf nicht gerade ruhig, denn meine zehn Kinder haben sie auch nachts ordentlich auf Trab gehalten. Erholung tat Not ... und die haben wir auch gefunden ... in Südtirol, im kleinen Örtchen Völlan in der Nähe von Meran. Herrlich warm war es dort, im Schnitt gute zehn Grad wärmer als zu Hause. Wir hatten Glück mit dem Wetter, es hat bis zwei Tage vor Urlaubsende nicht geregnet, wir haben an den meisten Tagen die Sonne gesehen, viel unternommen, sind im Schnitt jeden Tag 11 km gewandert und haben die Ruhe und den Frieden aus vollen Zügen genossen.

 

Wir haben in unserem ganzen kurzen Leben noch niemals so viele Äpfel gesehen wie in diesen paar Tagen (Herrchen und Frauchen übrigens auch nicht und die leben schon ein bisschen länger als wir) - quadratkilometerweise stehen die Apfelbäume rund um Meran, es war Erntezeit und alle Bäume hingen zum Bersten voll. Teils wogen die Äpfel knapp 500 Gramm, unglaublich! Überall waren die Obstbauern im Einsatz, das Land strotzt nur so vor Fruchtbarkeit ... einfach beeindruckend und wunderschön!

Und wir zwei Kromfohrländer haben mal wieder so viele Kommentare der Menschen hervorgerufen - unglaublich! So gut wie jeden Tag hat uns jemand angesprochen, was wir denn für zwei Hübsche wären, ob wir Kromfohrländer wären (Oh toll, endlich sehe ich die mal in Natura! - So einen will ich auch haben, ich warte schon so lange! - Sind die niedlich... - Oh, sieh mal, die sind aber brav ;-)))! - Sind das Zwillinge? Oder Mutter und Tochter? - Oh, Kromfohrländer, wie toll, die finde ich total klasse - mein Bruder hat auch eine Hündin aus der Schweiz, etc. etc. etc.), deutlich mehr Leute als hier in Deutschland. Und wir haben unserer Rasse alle Ehre gemacht, Herrchen und Frauchen waren mal wieder hochzufrieden mit uns. Wir wären einfach die perfekten Begleiter, superlieb und absolut anpassungsfähig - kein Ziehen an der Leine in den Städten, kein Gezeter mit anderen Hunden (okay, wir haben auch gefühlte tausendmal den Befehl "HINTER MICH" gehört und befolgt), wir bleiben ja nun mal immer dicht bei unseren Leuten und interessieren uns nicht für andere Menschen, wir klettern wie die Gemsen, wo es nötig ist und marschieren unverdrossen überall hin mit. Perfekt! Das Lob freut uns natürlich, der Urlaub war auch für uns klasse, so viel Auslauf und Zeit von unseren Leuten haben wir ja durch die Welpen wochenlang nicht bekommen. Wir alle haben es also rundum genossen.

 

Für die einzelnen Tage gibt es eine kleine Zusammenfassung unserer Wandertouren:

 

01.10.2013

Es ist morgens bedeckt und dunstig – meine Leute kaufen Wanderkarten – wir wandern den Rundweg von Völlan, am Bauernmuseum vorbei nach Völlan Badl – dann weiter bergab und mit viel Gekraxel bergauf nach St. Hippolyt – wir gnießen die traumhafte Aussicht auf Lana, Meran, Dorf Tirol – es hat aufgeklart, der Himmel wird blau, die Sonne scheint – wir wandern zurück über den St. Hippolyt-Weg am Hippolyt-Weiher zur Obertalmühle – meine Leute verspeisen eine leckere Brotzeit mit Tiroler Speck, Wurst, Käse, Vinschgauer und geben Erbse und mir ordentlich etwas davon ab – satt und zufrieden wandern wir zurück nach Völlan – insgesamt 11 km

 


 

02.10.2013

Die Sonne scheint zum Frühstück :-) – wir fahren nach Lana zur Talstation der Vigiljochbahn – bis zur Bergstation fahren wir mit der Seilbahn (mit dem vorgeschriebenen Maulkorb in der Tasche, nach dem dann doch keiner fragt) – von dort aus wandern wir zum Vigiljoch  auf 1800 m, danach weiter zur Naturnser Alm auf 1920 m - unterwegs finden und verspeisen meine Leute jede Menge Heidelbeeren, die Erbse und mich nicht sonderlich reizen – auf der Alm machen wir ausgiebig Pause und genießen unsere mitgebrachten Leckereien – dann marschieren wir bei herrlichem Wetter zurück über die Bärenbad-Alm an der Vigilkirche vorbei zur Bergstation des Sessellifts – ganz gemütlich und entspannt schaukeln wir auf dem Schoß von Herrchen und Frauchen mit dem Sessellift und anschließend der Seilbahn ins Tal – Wanderstrecke insgesamt 14,5 km

 


 

03.10.2013

Morgens ist es leider bedeckt, die Wolken hängen tief – wir  fahren nach Hafling, die Pferde ansehen – das ist leider ein Reinfall, wir sind mitten in den Wolken, sehen nichts, es nieselt – wir fahren weiter nach Vöran, machen einen Spaziergang zum Knottnkino, das eine tolle Aussicht über das weite Etschtal bieten soll (wir hoffen, irgendwann über die Wolken zu kommen) – wir sehen natürlich nichts, nur Nebel, trotzdem ist es ein schöner Gang durch den Nebelwald – wir fahren weiter zum Schloss  Fragsdorf und machen einen Spaziergang zum Fragsdorfer Wasserfall – anschließend fahren wir nach Meran – wir machen einen Spaziergang durch die Stadt zum Pulverturm über den Trappeiner Weg und den Kräutergarten zurück – insgesamt 9 km

 


 

04.10.2013

Morgens ist es leider wieder bedeckt, keine Sonne ist in Sicht – wir fahren nach Lana zum Markt, der SEHR übersichtlich und relativ uninteressant ist – anschließend fahren wir nach Meran zum Markt, der SEHR groß und umfangreich ist – es ist sehr viel Betrieb, was für Erbse und mich nicht so toll ist, wir meistern es aber tapfer und ohne zu meckern ;-) – die Sonne kommt raus, es wird schön warm :-) - wir fahren weiter nach Schloss Lebenberg bei Tscherms – vom Parkplatz aus laufen wir am Schloss vorbei zum Haiderhof und steigen sehr steil auf zum Taufener Badl (812 m) und zur Ruine Holdersberg – dann folgt der wohlverdeinte Abstieg zum Marlinger Waalweg – daran entlang laufen wir gemütlich zurück zum Parkplatz – insgesamt 8,5 km

 


 

05.10.2013

Morgens gibt es dichten Nebel, es nieselt – wir fahren ins Passeier Tal und hoffen, auf dem Hirzer die Sonne über den Wolken zu sehen – hinter Saltaus geht es ab Richtung Schweinsteig – gut, dass die Auffahrt bis zur Mittelstation der Hirzer Seilbahn schön gemütlich im Auto vonstatten geht ;-) – wir schaukeln mit der Bahn bis rauf nach Klammeben (1976 m) – dort ist alles im Nebel, es nieselt auch hier – trotzdem machen wir eine schöne Wanderung zur Stafellhütte – von dort klettern wir steil bergauf über den Almenweg und wieder bergab zur Resegger Alm (1983 m) -  wir wärmen uns auf und lernen dort sehr nette junge Leute als Hüttenwirte kennen – bergab geht es weiter zur Station Klammeben – gemütliche Abfahrt mit der Seilbahn zur Mittelstation – insgesamt 7 km

 


 

06.10.2013

Teil 1:

Hurra, wir haben Sonne zum Frühstück – die geplante Fahrt zum Gampenpass wird aufgeschoben, dort oben sieht alles ziemlich wolkig aus – statt dessen fahren wir nach Lana - wir machen eine gemütliche Sonntags-Wanderung am Brandis Waalweg entlang bis zum Brandis-Wasserfall unterhalb der Ruine Brandis – die Sonne scheint, es ist warm – wir wandern zurück zum Parkplatz – insgesamt 6,3 km

 

 

Teil 2:

Bei dem herrlichen Wetter fahren wir doch noch zum Gampenpass (1508 m) – es ist klare Sicht, die Sonne scheint – wir nehmen den Aufstieg zur Laugenalm in Angriff – rechts ab vom Weg führt der Bocanossa-Steig bis zum Laugensee – wir nehmen die vermeintliche Abkürzung und steigen fast Falllinie auf – superanstrengend und steil durch den Tannenwald – die Steigung nimmt kein Ende, Herrchen und besonders Fraucehn schnaufen wir alte Damploks - uns beiden macht das nix aus, wir legen auf den Wiesen flotte Zwischenspurts ein und drehen fleißig Piruetten - unsere leute beneiden uns um unsere Kondition ;-) – wir machen eine (für die Menschen) dringend nötige Rast bei der Jägerhütte an der Baumgrenze -  es folgt ein weiter Aufstieg bis zum Laugensee (2201 m) – danach ein anstrengender Abstieg  zur Laugenalm (1840 m) – dort gibt es nur eine kurze Rast – anschließend steigen wir weiter ab über einen rutschigen Teil des Bocanossa-Steigs – anschließend weiter über den Wanderweg zurück zum Gampenpass – insgesamt 7,7 km – Tagesstrecke 14 km (kommt uns durch die extremen Höhenunterschiede von 700 m rauf und wieder runter deutlich mehr vor)

 


 

07.10.2103

Wir haben wieder Sonne zum Frühstück, was für ein Glück – wir fahren auf die andere Seite des Etschtals nach Schenna – wir parken in St. Georgen, ab dort wandern wir auf dem Schenner Waalweg durch die Apfelplantagen – hinter dem Brunjaunhof steigen wir hoch und wandern durch den Wald zurück – wir laufen den Waalweg entlang bis Schloss Vernaun – anschließend geht es zurück nach St. Georgen – insgesamt 8,6 km

 


 

08.10.2013

Morgens hängt alles voller Wolken, es ist kalt – wir wandern aber trotzdem an der Obertalmühle vorbei nach Tiesens – es klart auf, die Sonne scheint, es wird warm – in Tiesens geht es abwärts zum Campingplatz durch unendliche Apfelplantagen mit megadicken Äpfeln – unterhalb des Ortes führt der Wanderweg zurück, am Kirchlein St. Hippolyt vorbei zur Obertalmühle – dort machen wir eine wohlverdiente Pause – anschließend geht es müde, aber glücklich zurück nach Hause – insgesamt 16 km

 


 

09.10.2013

Morgens liegt alle Welt im dicksten Nebel - es ist ordentlich kalt geworden und für das Wochenende ist Schneefall vorausgesagt - wir planen die Abreise für den nächsten Morgen - was tun wir heute noch? - Diorf Tirol und Schloss Tirol, da waren wir noch nicht - wir kurven von Algund aus den Berg hinauf, so weit es geht - mittlerweile ist zum Glück die Sonne herausgekommen, es ist herrlich warm - wir laufen vom Parkplatz bei Schloss Thurnstein los - zusammen mit gefühlten Tausend anderen Touristen marschieren wir an Schloss Tirol vorbei nach Dorf Tirol - wir laufen bis zur Talstation der Hochmuth-Seilbahn und kommen in der Sonne ordentlich ins Schwitzen -  auf dem Apfelweg geht es zurück nach Dorf Tirol - unsere Leute gönnen sich Kaffee und einen Eisbecher (wir bekommen trockene Leckerlis, wie gemein ... immerhin sind wir genauso weit gelaufen ... ) - anschließend geht es zurück bis Schloss Tirol, dort machen wir kurze Rast - es zieht sich wieder zu, wir müssen zurück zum Auto - kurz vor dem Parkplatz fängt es dann an zu regnen - wir haben alles richtig gemacht ;-) - insgesamt 8,5 km

 

 

Das war's, auch der schönste Urlaub endet einmal und wir fahren gut erholt und ausgeruht wieder nach Hause. Nun kann der Alltag wieder kommen :-)!


 

18.10.2013

Mein Frauchen hat mit den meisten meiner Kinder mittlerweile mal telefoniert bzw. mit deren Besitzern, um den Stand der Dinge zu erfragen, wie es so läuft, ob alles klappt etc. etc.

Die neuen Familien sind eigentlich sehr zufrieden, bei ein paar Dingen hakt es noch (Pipi auf den Wohnzimmerteppich, ein Kacka-Häufchen AUF einem Gästebett, dreiste Sprünge auf das Sofa, die berühmt-berüchtigten "wilden fünf Minuten" usw. usw.), das sind aber Kleinigkeiten, die sich bald legen werden. Das weiß ich aus meiner reichhaltigen Erfahrung als mittlerweile 29-fache Mutter. Was mich aber stutzig machte, waren die Berichte über den dreisten Einsatz der spitzen Welpenzähne meiner Kinder. Durch die Bank wurde erzählt, dass die Beißerchen nicht nur zum Fressen bzw. Kauen benutzt werden, sondern dass alle Kinder gerne noch in ihre Besitzer beißen!!!! Ich bin empört und muss euch allen mal sagen: DAS GEHÖRT SICH NICHT! Diese Phase habe ich selber hinter mir, man nannte mich zeitweise "Schnappi", nach dem Kinderlied, was zu der Zeit gerade rauf und runter im Radio lief: Schnappi, das kleine Krokodil. Also, liebe Kinder, ich habe es damals geschafft, diese Beißerei in den Griff zu bekommen und muss euch ernsthaft ermahnen: Lasst das sein, Hundezähne gehören nicht an Menschenhaut, nicht in die Kleidungsstücke eurer Familien, nicht an Stuhlbeine oder Teppiche! BENEHMT EUCH! Ich komme sonst mal bei euch vorbei und lege eine kleine Erziehungseinheit ein ;-). 

 


 

21.10.2103

Kromispaziergang - immer wieder schön! Heute war es wieder soweit, wir haben uns mit 22 Hunden und 32 Personen an unserem üblichen Treffpunkt eingefunden. Für mich und meine Leute besonders schön war, dass vier meiner Kinder dabei waren und zwei Enkelkinder: Celly, Duffy, Erbse II. und Esso "Eddy" liefen mit, außerdem als Enkel Confettis Söhne Alvar und Avino "Alvari" Colors of Spring. Als weiterer kleiner Zwerg war Baneely vom Röverbarg mit dabei, auf den Tag genauso alt wie meine E-Kinder. Die Kleinen haben sich tapfer geschlagen, haben unerschrocken und fröhlich mitgemischt und sind die Wanderstrecke munter mit gelaufen. Wir hatten es echt schön, es war alles sehr friedlich (bis auf Erbse und Bailey, die sich immer wieder mal die Meinung sagen mussten - warum auch immer, keiner weiß es ;-). Das Wetter hat gehalten, es gab nur ein paar Tropfen zwischendurch und wir sind alle wohlbehalten wieder am Parkplatz angekommen - nachdem ein Teil der Gruppe sich verlaufen hatte, dann aber doch den Weg zurück gefunden hat. Das anschließende Kaffee trinken bzw. Kuchen essen tat den Menschen gut, wir Hunde haben wie üblich nix abbekommen als ein paar Leckerlis und einen Schluck Wasser ... 

Wir freuen uns schon auf den Januar 2014, wenn wir uns alle wieder treffen.

 

Teilnehmer:

Abreo von den Jakobustürmen

Ailor von den Jakobustürmen

Alvar Colors of Spring

Anno vom Braukhof

Arella Castillo Monte Bensi

Aroha von den Jakobustürmen

Avino "Alvari" Colors of Spring

Bacardi vom Gilsbachtal

Bailey vom Schloss Judenau

Baneely vom Röverbarg

Basha "Trine" vom Gilsbachtal

Basha von den Jakobustürmen

Beauty-"Kimba" vom Engsbachtal

Benaja vom Engsbachtal

Benia vom Wapelstern

Bentley vom Engsbachtal

Celly vom Cronewaldstollen

Duffy vom Cronewaldstollen

Erbse vom Isarflimmern

Erbse II. vom Cronewaldstollen 

Esso "Eddy" vom Cronewaldstollen

Jolly aus Wiesbaden ;-)

 

 


 

24.10.2013

Klein Erbschen war bei uns zu Besuch - sie ist schon ganz schön groß geworden, hat lange Beine bekommen, einen wunderschönen Bart und ist insgesamt ein richtig schnuckeliges kleines Kromi-Mädchen. Dazu sehr liebenswert, ungeheuer lebhaft und quirlig ... was die große Erbse natürlich dazu veranlasste, ihr erst einmal zu zeigen, "wo der Besen steht", wie Erbses Frauchen zu sagen pflegt ;-). Auch mir ging das Rumhgehopse und Geschlecke ein bisschen auf den Zwirn, also musste ich auch mal ein bisschen strenger als üblich sein. Erbschen hat es uns nicht übel genommen, ist brav und lieb mit uns eine schöne Runde spazieren gegangen und wir haben einträchtig nebeneinander in der Herbstsonne herumgeschnüffelt. Unterwegs haben wir noch Aischa und ihre Leute getroffen. Aischa ist eine 8-jährige Malteser-Hündin, die als Zuchthündin "ausgedient" hatte und deswegen neu vermittelt wurde. Bei ihren neuen Leuten hat sie es supergut und sie ist glücklich. Durch ihre viele vielen Kinder, die sie bei ihren ehemaligen Besitzern bekommen musste, hat sie die Nase von Welpen gestrichen voll und das hat die kleine Erbse direkt registriert, war sehr zurückhaltend und hat Aischa in Ruhe gelassen. Ansonsten versucht sie wohl, jeden Hund zum Spielen zu animieren - nun ja, sie hat sich vorbildlich benommen und offensichtlich einiges gelernt. Ein gemeinsames Foto zu dritt gestaltete sich naturgemäß recht schwierig, weil mein kleines Mädel noch die berühmten "Hummeln in Hinterteil" hat und nicht so recht stillsitzen wollte. Macht aber nix, wir sehen uns ja häufiger, da können wir noch reichlich üben ;-).

Wir freuen uns jedenfalls schon auf den nächsten Besuch von Erbse und Frauchen.