Januar 2009


 

01.01.2009

 

So, die leidige Böllerei und Knallerei und die dazugehörige Party mit vielen Menschen haben wir mal wieder bestens überstanden - Erbse und ich nehmen es gelassen und zucken nicht einmal zusammen, wenn neben uns am Straßenrand die Kracher hochgehen. Frauchen war echt dankbar, denn nicht jeder Hund übersteht diese Nacht so ruhig und ohne Stress wie wir.

 

Zum Jahresende kam ein Dankeschön-Bild von unserem Freund "Gordo vom Isarflimmern". Mein Frauchen hatte ihm ein neues Crunchy genäht - und ich muss sagen, es steht ihm sehr gut ;-). Frauchen gefällt es so sehr, dass sie ernsthaft überlegt, mir auch ein neues zu schneidern. Meins ist ja dauerbesetzt, wie ihr wisst. Abwarten, was das neue Jahr so bringen wird - ihr werdet es erfahren!

 

 


 

04.01.2009

 

Premiere - HURRA - wir beide in einem Körbchen ..........

 

Ehe ihr jetzt denkt, es hätte endlich "gefunkt" zwischen uns beiden, muss ich erklären, wie es zu diesem Bild mit Seltenheitswert kam:

Es klingelte an der Tür, Erbse bellte kräftig und wurde mit dem Befehl "Ab ins Körbchen" weggeschickt. Statt nun in ihr eigenes Körbchen zu gehen, stieg sie ganz selbstverständlich in meins. Ich hatte den Befehl genauso gehört und genauso selbstverständlich stieg ich in mein Küchenkörbchen. So saßen wir auf einmal beide drin, mit etwas verdatterten Gesichtern. Judith flitzte direkt los und holte die Kamera, um das wirklich seltene Ereignis direkt zu verewigen.

 

Lange dauerte der Spaß eh nicht. Erbse hat sich diskret wieder entfernt, zu große Nähe ist ihr unangenehm - war aber trotzdem schön für die paar Minütchen!


 

07.01.2009

 

Es ist lausig kalt in Deutschland. Zu all dem schönen pulvrigen Schnee der letzten Woche kommt nun noch eine arktische Kälte mit Temperaturen um die minus 20 Grad. Frauchen und Herrchen, beide auch nicht mehr die Allerjüngsten ;-)), können sich erinnern, dass es vor dreißig Jahren hier im Siegerland auch schon mal so kalt war, dazwischen in all den Jahren aber nicht. Nun ja, die Spaziergänge sind derzeit eher kurz, dafür gehen wir täglich einmal mehr raus. Mir geht es in meinem dicken Fell sehr gut, aber Erbse friert doch schneller als ich und wir wollen ja nicht, dass sie krank wird. Außerdem bleibt uns der Schnee ganz schnell in dicken, harten Bollen zwischen den Ballen kleben, was immer wieder Enteisungs-Stopps nötig macht.

Um so besser, wenn man dann durchgefroren in ein warmes Zuhause kommt, wo der Ofen im Flur vor sich hin bollert, die Fußbodenheizung im Wohnzimmer wohlige Wärme verbreitet und man wieder richtig auftaut.

 

Wie dankbar können wir sein, dass es uns so gut geht, wir ein Dach über dem Kopf haben und rundum für uns gesorgt wird.

 

 

 

 


 

16.01.2009

 

Es ist immer noch kalt - nicht mehr ganz so arktisch, aber kalt genug, um draußen alles knackig zu gefrieren und frisch zu halten ;-)). Wir laufen jeden Tag sozusagen durch den Eisschrank von Mutter Natur. Und wie jeder gut bestückte Eisschrank bietet auch der draußen seine ganz besonderen Köstlichkeiten. Aufgetaut sind diese Sachen eine herrliche Gelegenheit, um neues Parfüm aufzutragen. Das habe ich im letzten Jahr reichlich ausgenutzt, wenn auch mit unangenehmen Folgen. Aber was soll´s? Für die Schönheit tut man doch einiges. Jetzt im Winter wird uns aber sozusagen leckerstes Eis in diversen Geschmacksrichtungen maulgerecht serviert. Das Angebot reicht von Wild - in den Varianten Reh, Hirsch, Wildschwein - bis hin zu Hase, Kaninchen oder Pferd. Letzteres ist am leckersten in der Version Semi-Freddo, das heißt außen hart und innen ganz weich, am besten noch warm. Oh Mann, bei dem Gedanken an diese Leckerei läuft dem Kromi das Wasser im Mäulchen zusammen.

 

Nun ist es aber NATÜRLICH so, dass Frauchen uns den Genuss nicht gönnt. Sie findet das eklig, unnötig und wacht mit Argusaugen darüber, dass wir kein Maul voll davon mitnehmen. Also muss man geschickt und raffiniert sein, um doch noch naschen zu können. Man verhalte sich also folgendermaßen:

Man erspäht schon von weitem einen herrlichen Haufen Pferdeäpfel, tut aber vollkommen desinteressiert. Man bemüht sich, gar nicht hinzusehen, schon gar nicht zu schnuppern - das könnte schon auffallen. Man bewegt sich in großem Abstand um den Haufen herum, stöbert mit großem Elan und ordentlich Geraschel im angrenzenden Gebüsch, markiert vielleicht ein wenig - kurz, man tut alles, um Frauchen in Sicherheit zu wiegen. Sind wir dann an dem Haufen vorbei, lässt man sich ein wenig zurückfallen, krazt zur Ablenkung ein wenig im Schnee herum (es könnte ja sein, sie sieht sich doch noch nach uns um), um sich dann endlich auf die leckeren Eis-Äpfel zu stürzen und sich ein Maul voll davon zu genehmigen - köstlich.

 

Im allergünstigsten Fall merkt Frauchen gar nichts von der Nascherei, dann kann man gedanklich einen Merker setzen und beim nächsten Spaziergang dort das Programm wieder abspulen. Erwischt sie uns, nun ja, auch egal. Man bekommt einen scharfen Verweis, lässt die Äpfelchen fallen und schlägt sich ins Gebüsch. Vielleicht liegt hier ja Hasenköttel-Eis - wer weiß???

 

 

 

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