September 2008


 

06.09.2008

 

Mäusejäger-Ausbildung - Teil 3!

 

Mäuse sind schlau - und sehr frech, das habe ich gestern Abend gelernt!

Wir waren zur abendlichen Pipi-Runde unterwegs und auf dem Rückweg entdeckten Erbse und ich eine verlockende Spur, die geradewegs in den Randstreifen voller dicker Kieselsteine an der Garagenwand führte. Wir wussten hundertprozentig, dass dort eine Maus saß, aber leider, leider konnten wir nicht an sie herankommen. Wir haben geschnauft und geschnüffelt, was das Zeug hielt, um der Maus Angst zu machen und sie herauszutreiben, alles umsonst. Scharren und Kratzen an den dicken Steinen nütze leider auch nichts, wir bekamen sie nicht weg. Frauchen stand daneben und machte nichts, um uns zu helfen - sie wollte uns die Maus nicht zum Fraß servieren, Pech gehabt. Mann, war das frustrierend. Und die ganze Zeit über beschimpfte uns die freche Maus aus Übelste, piepste und fiepte herum, es war zum wahnsinnig werden. Es nützte nichts, Frauchen kommandierte uns nach einigen Minuten ab ins Haus - aus die Maus, mal wieder.

 

 


 

13.09.2008

 

Auf Opas Wiese nebenan lebt ein schwerbewaffnetes Monster - das habe ich gestern Abend kennen gelernt. Wir schnüffelten ganz friedlich über die Wiese, Erbse und ich, als wir Geraschel und Scharren hörten, jemand schnaufte und grunzte herum, kratzte im Gras und wackelte über die Wiese. Mit furchteinflößendem Gebell habe ich das Monster gestellt und wollte es mal ordentlich zur Schnecke machen, da fuhr es seine Waffen aus - und die waren ja wahrhaftig furchteinflößend. So viele scharfe Spitzen hatte ich noch nie gesehen, geschweige denn an meiner empfindlichen Nase gespürt. Ich prallte zurück, als die Stacheln sich in meine Nase bohrten. Oh weia, mit so viel Gegenwehr hatte ich nicht gerechnet. Jetzt ganz vorsichtig geworden, reckte ich mich ganz lang und schnüffelte an dem Ding herum - es müffelte ganz ordentlich. Außerdem konnte es seine Form verändern, es war plötzlich kugelrund und rundum bestückt mit den Stacheln. Ein paar Mal habe ich versucht, es mit der Nase anzustupsen, um es wie einen Ball herumzurollen, aber holla, das tat vielleicht weh. Also, hier nützte auch alle Hartnäckigkeit nichts, meinetwegen kann das Monster auch in Zukunft auf Opas Wiese herumschnaufen. Soll sich doch jemand anderes an ihm die Zähne ausbeißen.

 

 


 

14. bis 16.09.2008

 

Bailey hat für drei Urlaub bei uns gemacht.

 

Das war herrlich, denn so hatten wir den ganzen Tag für uns zum Spielen und Toben, ohne dass sie nach Hause musste. Wir haben das an den ersten beiden Tagen restlos ausgenutzt. Blöd war nur, dass Frauchen immer wieder mal meinte, jetzt wäre es genug und wir müssten mal Pause machen. Also wurden wir "zwangsgeparkt" und seltsamerweise sind wir beide auch sofort in Tiefschlaf gefallen ;-)). Danach ging es gut erholt weiter. Am dritten Tag wurde die wilde Spielerei schon weniger und wir beide insgesamt etwas ruhiger - was war das herrlich, jemanden als Gesellschaft zu haben, der genauso verspielt und quirlig ist wie ich.

Insgesamt hat Bailey sich hervorragend benommen, Frauchen war ganz begeistert. Sie war absolut brav, hat auch beim Spazieren gehen prima gehört, kam auch Zuruf als Erste angesaust und machte schön "Sitz", hat nicht ein einziges Mal gejammert oder Heimweh gezeigt (sie hatte auch wenig Zeit und Gelegenheit dazu ;-), hat mit Appetit gefressen und sich bei uns ganz wie Zuhause gefühlt. Sie hat völlig ungerührt aus meinem Napf gefressen, aus meinem Napf getrunken, mit meinem Spielzeug gespielt, meine Leckerchen aus meiner Schnauze gemopst, mein Körbchen besetzt, so dass ich davor liegen musste, und sich bei Begrüßungen und Schmuseeinheiten gnadenlos vorgedrängelt. Aber das habe ich ihr gerne überlassen, gutmütig, wie ich bin.

Bailey ist nach unserem Eindruck ein aufgeweckter, gut geprägter, selbstbewusster und absolut gelehriger kleiner Kromi - und hübsch ist sie noch dazu. Schade, dass es nur drei Urlaubstage waren. Wenn Bedarf besteht, dann kann sie gerne auch mal für länger bleiben.


 

20.09.2008

 

Uiuiui - ich habe Mist gebaut: Meine Leute hatten Stress, Wasserschaden in der Dusche mit viel Ärger drumherum. Dusche raus, Fliesen ab, Korkboden raus, Deckenisolierung raus, alles pitschnass. Das Zimmer darunter total feucht, Trocknungsgeräte liefen wochenlang, Handwerker kamen ins Haus (übrigens kein Problem für Erbse und mich - alles ganz relaxt und ohne Gebelle und Gedöns ertragen - wir sind stolz auf uns, jawoll, das muss mal gesagt werden!), werkelten herum, machten alles wieder proper und neu. Im Bad wurde neuer Korkboden verklebt, anschließend versiegelt. Und das faszinierte mich. Der nette Handwerker wurschtelte mit einem Röllchen herum, strich stinkendes Zeug auf den Kork und meinte abschließend, jetzt wäre alles fertig. Das musste ich doch überprüfen und habe mal probeweise einen Schritt auf den glänzenden Boden gemacht: Von wegen alles fertig!

Das Zeug war ja noch ganz nass und klebrig. Schnell habe ich die Pfote zurückgezogen und gehofft, dass niemand meinen "Auftritt" bemerkten würde. Leider vergeblich, denn als Abends der Chef nach Hause kam und den glänzenden Boden bestaunen wollte, schallte gleich darauf ein lauter Ruf durchs Haus: "Hier war ein Hund drin!" Seltsamerweise kam niemand auf die Idee, dass das Erbse gewesen sein könnte - echt unfair. Dabei gebe ich mir immer Mühe, ganz lieb und unschuldig zu gucken - und ich meine, das gelingt mir auch. Aber meine Leute lassen sich davon leider nicht täuschen. Na ja, verwischen konnte man meinen schönen Abdruck nicht mehr, der ist drin und bleibt drin und somit habe ich im Haus einen wahrhaft bleibenden Eindruck hinterlassen!

 

 

 

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