Juni 2007


 

02.06.2007

 

Unsere vierte Lebenswoche ist schon vorbei. Die Zeit rast nur so und wir machen wirklich unglaubliche Fortschritte - sagt unsere Zieh-Mama Iris.

Wir haben unser erstes Futter vom Tellerchen gefressen - und eine ganz schöne Schweinerei veranstaltet. Aber lecker war´s! Mittlerweile kennen wir Nassfutter, eingeweichtes Trockenfutter, Quark mit Honig und Banane, Rührei und viele andere Leckereien. Iris denkt sich immer wieder andere Sachen aus, die uns schmecken könnten und wir werden supergut versorgt. Das beweist die abendliche Wiegeaktion, bei der Iris immer sehr zufrieden aussieht ;-).

Wir haben das Spielen entdeckt: zu zweit, zu dritt oder auch zu mehreren, mit Kuscheltieren oder mit den Geschwistern. Es macht Spaß, herauszufinden, wie gut die Öhrchen des Brüderchens schmecken oder wie empört die Schwester quiekt, wenn man ihr ins Schwänzchen beißt. Manches Mal wird einer von uns unsanft geweckt, weil an ihm herumgeknabbert wird.

Aber das Tollste ist, dass Anchi jetzt auch zu uns in den Freilauf kommt. Erst ganz vorsichtig, aber mittlerweile besucht sie uns ganz oft, putzt uns auch sauber und gibt uns reichlich Küsschen. Sie tobt noch nicht mit uns, das heben wir uns für draußen auf - hat sie versprochen. Sie erzählt tolle Dinge von grünem Gras und großen Wiesen, von Sonne auf dem Fellchen und kühlem Moos unter den Pfötchen. Bald ist es soweit, sagt sie, dann gehen wir raus und dann will sie uns zeigen, was ein munterer Hund draußen alles anstellen kann. Man darf also gespannt sein!!


 

13.06.2007

 

Wir sind fünfeinhalb Wochen alt und entwickeln uns alle supergut. Zieh-Mama Iris ist jedenfalls mit uns seeeeehr zufrieden und ganz glücklich, wie gut das alles mit uns läuft. Wir nehmen an Gewicht prächtig zu, natürlich ganz individuell: Ich wiege noch lange nicht so viel wie mein dickster und größter Bruder, aber als junge Dame lege ich eben Wert auf eine schlanke Taille ;-).

 

Wir waren mittlerweile auch schon etliche Male draußen auf der Wiese. Erst nur im Auslauf, bewacht und behütet von Mama und Anchi. Die große weite Welt ist ganz schön aufregend und Anchi hat nicht zu viel versprochen, als sie uns von der grünen Wiese vorgeschwärmt hat. Das alles macht natürlich unglaublich müde und wir haben unser erstes Schläfchen an der frischen Luft genossen.

 

Mittlerweile dürfen wir aber auch schon raus und auf der großen Wiese rennen. Das heißt, wir üben erst noch, manchmal klappt es mit der spontanen Beschleunigung, manchmal bekommt man die Beine nicht sortiert und purzelt auf die Nase. Aber wir üben noch und sind schon ganz schön flott geworden.

 

Drin im Haus wird kräftig gespielt und getobt und mit unseren spitzen Zähnchen können wir unseren Geschistern deutlich machen, dass wir mal alleine im Körbchen schlafen wollen. Leckerlis kann man mittlerweile auch bearbeiten, superlecker, sag ich euch. Aber wir müssen gewaltig aufpassen, denn wenn wir schlafen, kommt die Mama und räumt gründlich auf. Was wir nicht verspeist haben, ist anschließend weg!!!

 

Es ist einfach herrlich, so viele Geschwister zu haben - und auch zwei Mamas!! Ja, ihr habt richtig gelesen, Anchi passt auf uns auf und erzieht uns, als wären wir ihre Kinder und nicht ihre Geschwister. Wir lernen ganz viel von ihr und unsere Mama ist ganz froh, dass sie sich in der Zeit mal eine Ruhepase von uns wilden Rackern gönnen kann.

 

21.06.2007

 

Wir sind jetzt schon in der siebten Lebenswoche - unglaublich, wie schnell die Zeit vergeht. Wir entwickeln uns wirklich prima, das sagen alle: der nette Tierarzt, der uns untersucht und geimpft hat (wir wären supergut drauf, weit entwickelt, sehr gut sozialisiert, hätten starke Herzen, tolle Zähne, klasse Gewichte usw usw.), alle neuen Welpenbesitzer, die uns der Reihe nach besuchen, die ganzen anderen Besucher, die einfach nur mal ein munteres Rudel Welpen sehen wollen, Zieh-Mama Iris sowieso, die mit uns sehr glücklich und zufrieden ist, und meine neuen Leute natürlich auch, die es kaum abwarten können, bis ich zu ihnen ziehe. Lange dauert es jetzt nicht mehr.

Bis dahin haben wir aber noch Zeit, unsere Lungen und Muskeln zu trainieren. Anchi hat nicht zu viel versprochen, sie hat uns wirklich beigebracht, wie man spielt und tobt und rennt, dass es eine Freude ist. Iris hat alle Hände voll zu tun, wenn wir alle draußen sind. Jeder saust in eine andere Ecke des Grundstücks, klettert auf dem Holz herum, untersucht das Blumenbeet, nimmt ein Schlammbad unter der Hollywood-Schaukel, nimmt ein "Bällebad" im Spielzelt mit den bunten Plastikbällchen oder übt das Rennen um den kleinen Freilauf inclusive Tunnel. Wenn wir mal keine tollen Agility-Hunde werden ........ Übung und Prägung bekommen wir hier jedenfalls genug.

Das Spielen mit den Geschwistern kommt aber auch nicht zu kurz. Wir üben das Umschmeißen und landen selber oft genug auf dem Rücken, spielen Fangen und werden oft genug selber eingeholt und "gestellt", verteidigen das Kuschelkörbchen (mal mit Erfolg, mal müssen wir klein beigeben), testen unsere Zähne und lernen dabei auch, dass man nicht zu fest zubeißen darf, ziehen Anchi am Schwanz und müssen oft genug vor ihr kuschen (im Vertrauen, sie ist strenger zu uns als unsere eigene Mama) und schmusen, schmusen, schmusen (mit Iris und ihrer Familie, mit Mama und Anchi, mit all dem Besuch ... ). Hach, was geht es uns gut!!

Halt, noch etwas - wir haben jetzt alle unsere endgültigen Namen bekommen. Meine Brüder heißen Barcy, Barolo, Benou, Bert und Bill. Meine Schwestern heißen Basha, Bashira, Belice und Bjona - na, und ich bin Bacardi, das wusstet ihr ja schon länger, oder ;-)?!


 

28.06.2007

 

Meine neue Familie war zum letzten Mal zu Besuch. Leider war es draußen zu nass und zu kalt, also mussten wir uns im Haus vergnügen. Das hat auch geklappt, wir haben Judiths Schuhe angeknabbert, die Haare von Judith und Kathi getestet, ...

 

... wurden mit Würstchen und Hundespaghetti verwöhnt und konnten herrlich auf ihnen rumklettern. Jens hat uns ausgiebig gekrault und wir waren anschließend echt müde. Bei Judith habe ich mich zu einem Schläfchen hingelegt. Leider war der Besuch schon bald wieder zu Ende und meine Leute mussten nach Hause.

 

Es tat ihnen sehr Leid, von uns Abschied nehmen zu müssen, immerhin sehen sie uns zehn jetzt ganz lange nicht mehr wieder. Und beim nächsten Wiedersehen haben wir uns alle so sehr verändert, sind ganz groß geworden, erwachsen eben!!

 

Na ja, so ist das aber, unsere schöne Zeit hier bei Flenders ist jetzt bald vorbei. Ende der Woche kommt der Tierarzt noch einmal zum Impfen und wir bekommen alle einen eigenen Chip. Damit kann man uns jederzeit identifizieren, das ist so ähnlich wie der Personalausweis bei den Menschen ;-)).

 

Wurfabnahme ist nächste Woche und dann fliegen wir schon bald aus in alle Himmelsrichtungen. Für jeden von uns hat Iris eine tolle neue Familie gefunden. Ich muss noch ein paar Tage länger warten, bis meine neue Familie aus dem Urlaub wieder da ist. Dafür habe ich dann auch die ganze Herrlichkeit hier alleine, kann die Mama und Anchi ganz für mich genießen und bekomme Streicheleinheiten für meine neun Geschwister mit. Hurra!

Meine Familie und auch ich sagen ganz herzlich DANKE für die tollen Wochen hier in Gilsbach, für die viele Liebe, die unzähligen Streicheleinheiten, die gute Versorgung, für alle Aufmerksamkeit und Zuwendung, für die gute Pflege und Erziehung durch Mama und Anchi - einfach für alles. Ihr habt alles für uns zehn getan, was euch möglich war, um uns bestens geprägt ins Leben zu entlassen - DANKE, liebe Flenders!!!

 

 

 

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